BAE Systems

Foto: budgerbrooksBAE Systems ist an der Entwicklung einer neuen Generation von Nuklear-U-Booten beteiligt, die die Vanguards ersetzen sollen (Successor). Die Firma war bzw. ist im Rahmen eines Joint Ventures an der Produktion von Nuklearraketen für die französische Air Force beteiligt.

Firmenprofil

BAE Systems ist ein britisches Unternehmen, dass im weltweiten Verteidigungs- Sicherheits und Luftfahrtsektor tätig ist. Die größten Abteilungen unterhält  die Firma in den Bereichen Elektronik, Spionage & Sicherheit, Rüstungsgüter, Marine, Luftwaffe und Trägersysteme. Im Jahr 2012 verbuchte BAE Systems Einnahmen in Höhe von € 20,3 Milliarden und einen Nettoprofit von € 1,1 Milliarden. Der internationale Geschäftsbereich von BAE Systems hält einen Anteil von 37,5 Prozent an MBDA, einem Jointventure mit EADS und Finmeccanica.

Atomwaffen

MBDA ist ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Raketen und Raketensysteme, das im Jahr 2010 über 3000 Raketen produzierte. Es baut für die französische Luftwaffe die ASMPA-Atomraketen, welche vom Mirage-2000-N-Kampfflugzeug und den neuen Rafale-Kampfflugzeugen abgefeuert werden können.

Die Herstellung der Raketen beinhaltet nicht die der Atomsprengköpfe selbst, was von der Regierungsagentur „Commissariat à l’énergie atomique“ durchgeführt wird. Die ASMPA wurde im November 2010 in Dienst gestellt.

Die jetzigen Vanguard-U-Boote, die mit ballistischen Trident-Atomraketen ausgerüstet sind, wurden von BAE Systems zwischen 1986 und 1999 entwickelt. Die Marineabteilung von Babcock International startete im Jahr 2007 gemeinsam mit BAE Systems und Rolls-Royce das „Future Submarines“-Projekt (FSM). Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung von „Successor“ (dt.: Nachfolger), einer neuen Art von atomwaffenbestücktem U-Boot. Dieses soll die jetzigen U-Boote der Vanguard-Klasse ersetzen. Die U-Boot Abteilung von BAE Systems hat einen Vertrag über € 410 Millionen zur Entwicklung des U-Boots unterzeichnet. Das Unternehmen gibt an, nicht an der Bewaffnung mit Atomwaffen beteiligt zu sein. Da nur vier der elf britischen U-Boote der derzeitigen Flotte vom atomwaffenfähigen Typ Vanguard sind, ist es fragwürdig, ob die Investitionen weiter laufen würden, wenn sich Großbritannien gegen die Erneuerung seines Atomwaffenarsenals entscheidet.

Links zur weiteren Informationen:

5.10.16: Aufnahme der Herstellung von neuen U-Booten in Großbritannien

19.12.2013: Auftrag für Wartung der ballistischen Raketen in den USA (171 Mio. US-Dollar)

16.12.2013: Erste Aufträge für „Successor“-Programm (79 Mio. Brit. Pfund)

1.8.2013: Auftrag zur Wartung der Minuteman III Interkontinentalraketen (534 Mio. US-Dollar)

Mehr über das „Successor“-Programm